A1-Bescheinigungen

Publiziert am 03.07.2019

Mitführen der A1-Bescheinigungen bei Dienstreisen ins EU-Ausland weiter notwendig

Um nicht Gefahr einer sozialversicherungsrechtlichen Doppelversicherung zu laufen, ist jeder Beschäftigte seit dem 1. Mai 2010 aufgrund geltender EU-Verordnung verpflichtet, bei Tätigkeiten in der EU, im EWR und in der Schweiz eine sogenannte A1-Bescheinigung mit sich zu führen. Mit der A1-Bescheinigung wird die Anwendung des Sozialversicherungsrechts des Heimatlandes bestätigt.
Die ausländischen Behörden sind an diese Entscheidung gebunden.
In der Vergangenheit standen vielfach Saisonarbeitskräfte im Fokus der Behörden. Bei nicht mitgeführter A1-Bescheinigung drohten hohe Nachzahlungsforderungen von ausländischen Sozialversicherungsträgern.
in der Praxis hat auch die Digitalisierung dieses Verfahrens für Probleme gesorgt: Seit dem 1. Januar 2019 ist die A1-Bescheinigung für jeden konkreten Einsatz gesondert in elektronischer Form zu beantragen. Aufgrund der Probleme haben sich die Spitzenorganisationen der Sozialversicherung darauf verständigt, in begründeten Einzelfällen noch bis zum 30. Juni 2019 Papieranträge zu bestatten. Bei einem kurzfristig im AU-Ausland, im EWR und in der Schweiz notwendigen Tätigwerden soll es ausreichend sein, wenn ein Nachweis über den gestellten Antrag mitgeführt wird. Gesetzlich Krankenversicherte beantragen die A1-Bescheinigung bei ihrer Krankenkasse. Für privat versicherte die Deutsche Rentenversicherung bzw. bei einer Versicherung im Versorgungswerk die Arbeitsgemeinschaft der berufsständischen Versorgungswerke zuständig.
(Quelle: Bundessteuerberaterkammer)

Zur Aktuelles-Übersicht

Nach oben