Kaffee und trockene Brötchen. Kein Aufstrich? Weniger Steuern! -

Publiziert am 05.03.2018

Finanzgericht Münster: Trockene Brötchen und heißer Kaffee sind kein Frühstück

Wendet der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern Sachbezüge zu, unterliegen diese – von diversen Ausnahmen abgesehen – grundsätzlich der Lohnsteuer- und Sozialversicherungspflicht. So ist auch die Gewährung eines Frühstücks nach den amtlichen Sachbezugswerten (für 2018 € 1,73) vom Arbeitgeber zu versteuern.

Trockene Brötchen und Kaffee sind nach Meinung des Finanzgerichts Münster jedoch kein vollwertiges Frühstück und müssen deshalb vom Arbeitgeber für seine Mitarbeiter nicht versteuert werden.

Nach Auffassung des Gerichts fehlt für ein Frühstück nach dem allgemeinen Sprachgebrauch noch der Aufschnitt oder ein Belag (Az.: 11 K 4108/14).

Geklagt hatte eine Softwarefirma mit 80 Mitarbeitern. Das Unternehmen stellte auf Körben in der Kantine für die Belegschaft, Kunden und Gäste täglich 150 Brötchen zur Verfügung. Kostenlos gab es dazu aus einem Automaten heiße Getränke.
Das Finanzamt sah darin eine „unentgeltliche Zurverfügungstellung einer Mahlzeit an den Arbeitnehmer in Form eines Frühstücks“ und forderte die Besteuerung mit dem jeweiligen Sachbezugswert pro Mitarbeiter und Tag.

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